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Queer Leben: Berlin bleibt Regenbogenhauptstadt.

Unsere Stadt hat eine einmalige Vielfalt an queeren Szenen und Communities. Berlin ist Anziehungsort und Zuhause für Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche und queere Menschen. Trotzdem gibt es noch viel zu tun, um Berlin überall zu einer Stadt für uns alle zu machen. Ausgrenzung, Diskriminierung und sogar Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Inter* Personen finden immer noch statt.

Zusammen mit meiner Fraktion setze ich mich dafür ein, dass wir:

  • Sichtbarkeit und Selbstbestimmung stärken,

  • queeres Leben und die Community schützen,

  • safe spaces und Antidiskriminierungsarbeit ausbauen.

Sichtbarkeit und Selbstbestimmung für uns alle!

 

Für viele queere Menschen, gerade auch Kinder und Jugendliche, ist es wichtig, sich in den Medien, der Schule, Politik, Arbeit und allgemeinen Öffentlichkeit repräsentiert zu sehen. Das macht sichtbar, dass wir nicht alleine, sondern eine:r von vielen und Teil einer community sind. Denn: Statt damit offen umzugehen und einfach zu leben wer man ist, verbergen viele ihre sexuelle Identität aus Furch von Konsequenzen im Beruf oder privaten Umfeld.

Nur in Verbindung mit der nötigen Sichtbarkeit kann Akzeptanz für verschiedene Lebensentwürfe und Identitäten geschaffen werden.

Unser zentrales Instrument ist unsere Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt“ (IGSV). Ein Aktionsplan mit 92 Maßnahmen, der u.a. von Landesantidiskriminierungsstelle umgesetzt wird. Deren Budget haben wir im Haushalt 22/23 um weitere 1,3 Mio. Euro erhöht. Wir stehen für Unterstützung und Empowerment von Menschen!

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Frank Middendorf- stock.adobe.com

Queeres Leben braucht Sicherheit!

 

Queerfeindliche Kriminalität hat sich in Berlin innerhalb der letzten vier Jahre verdoppelt. Die offizielle Statistik der Berliner Polizei weist für 528 Fälle für das Jahr 2021 aus. Die Dunkelziffer dürfte darüber liegen. Projekte, wie Maneo, L-Support oder LesMigras, bringen mehr Licht ins Dunkel und leisten Antigewaltarbeit. Diese enorm wichtige Arbeit fördern wir daher über den Landeshaushalt.

 

Wir queeren Menschen sind dort dem größten Hass ausgesetzt, wo sich gleichzeitig unsere Rückzugsorte (safe spaces) befinden, also in Gegenden mit vielen queeren Cafés, Bars und Clubs. Auch rund um den Christopher Street Days häufen sich Angriffe. Ganz gleich ob in Neukölln, Schöneberg oder bei uns im Wedding: Ich möchte die tatsächliche Sicherheit queerer Menschen erhöhen. Dafür braucht es eine hohe Sensibiliserung bei den Polizei- und Ordnungsbehörden sowie Projekte wie Nachtlichter und Nachtbürgermeister:innen. Zugleich ein unüberhörbarer Appell an uns alle: Lasst uns Zivilcourage wieder sexy machen!

Safe spaces und Antidiskriminierungsarbeit ausbauen!

Unsere Antwort auf Angriffe gegen Menschen muss eine starke und wehrhafte Demokratie sein. Dafür sind die vielen großen und kleinen Projekte der Berliner Zivilgesellschaft unverzichtbar. Ich stehe dafür, die Finanzierung dieser Projekte langfristig zu sichern!

Im Bildungsbereich haben wir zentrale Projekte wie Queer@school, die Initiative Intersektionale Pädagogik (i-Päd) und Queer History Month finanziell gesichert. Wir fördern die Berliner Aids-Hilfe für ihr Bildungsprojekt Youthwork und die sexualpädagogische Arbeit des BiKo e. V. Wir unterstützen queere Geflüchtete aus der Ukraine, den Aufbau einer Beratungsstelle für queere Wohnungslose, das Lesbische Wohnprojekt von RuT und die Selbstorganisation trans Sexarbeitender.

Schulen und Kindertagesstätten tun sich noch immer schwer, wenn es um Homosexualität, Trans- oder Intergeschlechtlichkeit in Verbindung mit Kindern geht. Jetzt wird es die ersten queeren Kitas in Berlin geben. Bei Eltern kommt das Konzept gut an. Klar ist: Es braucht Orte, an denen neben pädagogischen Maßnahmen die Lebensweisen von LGBTI sicht- und ansprechbar sind.

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